Portraitshooting am Cospudener See

Veröffentlicht von Frank von Tulpe-Production.de am

Portraitshooting am See

 
Fotograf Leipzig PortraitVor einigen Wochen habe ich mich mit Johanna zu einem Portraitshooting verabredet.  Dieses Mal sollten die Portraits an einem See entstehen. Natürlich war für uns der Nordstrand am Cospudener See erste Wahl.  Der Wetterbericht hatte gutes Wetter vorhergesagt, doch es kam ganz anders als geplant…   Eigentlich wollten wir luftige Sommerfotos machen. Doch am Tag des Fotoshootings war es trüb und grau also nicht wirklich sommerlich.

Im Normalfall wäre das nicht weiter problematisch gewesen. Man kann mit einem Blitz und Farbfilterfolien das „Sommerlicht“ ein eine graue Umgebung einblitzen. Da ich aber verschiedene Tests mit meinem Nikon 300mm / f2.8  machen wollte, kam kein Blitz zum Einsatz.  Zum Hintergrund: Bei 300mm Brennweite beträgt der Abstand zum Model knapp 20 Meter. Da verpufft die Leistung des Bitzes sofort und kommt nicht am Model an. Zu allem Übel kam auch noch starker Wind auf. Als Portraitfotograf achte ich eigentlich immer darauf, dass die Haare nicht wild in der Gegend herum fliegen, aber irgendwie haben Johanna und ich das Thema Haare auf Grund des starken Windes irgendwann aufgegeben.

…wenn das Model im Wasser landet…

Wenn einmal der Wurm drin ist, dann aber richtig 🙂  Bei den Portraitfotos im Flachwasser kam es wie es kommen musste.  Johanna stolperte im Wasser über einen Stein und versank mit Ihrer ganzen Schönheit in den Fluten des Cospudener Sees.  Die Frisur war hinüber, das Makeup auch. Die luftigen Outfits klebten nur noch am Körper.  Nun war erst einmal Pause angesagt. Mit einer lustigen Portraitserie haben wir uns wieder motiviert weiter zu machen. Die Fotos sind Out of Cam, also unbearbeitet und nur in schwarz-weiss umgesetzt.

Nach der kleinen Zwangspause ging es weiter (leider mit nassen Sachen) und so wurde am Ende des Tages nichts aus luftigen Sommerfotos. Trotzdem hat das Portraitshooting Spaß gemacht. Und irgendwann bekomme ich auch noch meine Sommerfotos in den Kasten. Hier noch einige Fotos von Johanna, die mit Ihrer herzerfrischenden Art auch in problematischen Situationen das Beste daraus macht. Danke für die Freigabe der Fotos.

Noch ein kleines Fazit zu den 300mm Portraits. Grundsätzlich sind Porträts mit diese Brennweite machbar und auch schön anzusehen. Besonders das Freistellungspotential bei Blende 2.8 macht Portraitfotos an jedem Ort möglich, da der Hintergrund nur noch schemenhaft zu erkennen ist.

Nachteil: Die Kommunikation und das interagieren mit dem Model gestaltet sich auf Grund der großen Aufnahmeentfernung als problematisch. Insofern sind die 300mm nur für besondere Einsatzzwecke sinnvoll.  Wie zum Beispiel Fashionshows, Hochzeitsmesse usw.)

Ich denke als Portraitfotograf kann man bessere Objektive nutzen. Beim nächsten Portraitshooting bin ich dann vielleicht wieder mit 85mm oder 105mm Brennweite unterwegs. Wie immer gilt. Das Teilen und Liken ist erwünscht, ein gewerbliche Nutzung der Fotos ohne ausdrückliche Genehmigung ist leider nicht möglich.

Immer schön neugierig bleiben – Frank