Fototour durch Paris

Veröffentlicht von Frank von Tulpe-Production.de am

Paris – Weltstadt aus der Sicht eines Leipziger Fotografen

 

Eine Fototour durch Paris war schon immer mein Traum. Dieses Jahr war es endlich soweit – eine Woche Urlaub in Paris.  Ich möchte Euch hier einige  Reisetipps geben. Neben Rom, Barcelona und London ist Paris sicher eine der schönsten Städte in Europa.  

Als kunstinteressierter Fotograf war ich besonders auf die Altstadtarchitektur und das kulturelle Leben in Paris gespannt. In Sachen Architektur hat man als Leipziger schon einen gewissen Anspruch, was den Erhalt von historischen Gebäuden angeht.   Die gesamte Leipziger Innenstadt ist für mich eine gelungene Mischung aus  rekonstruierter  Altbausubstanz und geschickt integrierten Neubauten.     

Nicht so in Paris! Hier hatte ich den Eindruck durch ein königliches  Museum zu laufen.   Neubauten waren in der Pariser City fast nicht zu finden.

Die Unterkunft

Mein Hotel befand sich in der Nähe des „Jardin du Luxembourg“,   also mitten in der Stadt.     Im Rahmen meiner  Reiseplanung versuchte ich über die Onlineplattformen  AirBnB, 9flats oder Wimdu eine Wohnung anzumieten. Aber Anfang Mai  war entweder schon alles ausgebucht oder so sündhaft teuer, das man auch im Hotel übernachten kann.  Rückblickend kann ich sagen, dass mein Hotel ( BEST WESTERN Villa Des Artistes ) ein idealer  Ausgangspunkt zur Erkundung von Paris war.   Ein kleiner Tipp zum Buchen.   Sucht bei Expedia erst mal nur die Flüge raus und achtet dabei auf die Werbung am rechten Bildschirmrand.  Das gleiche noch einmal einen Tag später.  Wie wir alle wissen werden wir mit personifizierter Werbung beim Surfen zugeschüttet.   Dank Cookies und dem Googlewerbenetzwerk bekommst Du im Rahmen von Cross-Selling Aktionen die passenden Hotels mit bis zu 50 % Rabatt angeboten.   Bucht OHNE Frühstück!  In Paris findet Ihr an jeder Ecke kleine Bistros (oft Patisserie genannt). Hier bekommt man alles was das Herz begeht und noch viel besser – einen Eindruck wie die Pariser ihren Tag beginnen.  Vom Banker bis zum Straßenfeger in der Patisserie sind alle gleich…

Die Anreise

Ich bin logischerweise ab Leipzig geflogen (Direktflug nach Paris Charles de Gaulle).  Da ich kein Französisch spreche, habe ich eine Sekunde überlegt, ob ich mich in Paris mit dem Taxi ins Hotel fahren lasse.  Mein Tipp macht es nicht !   Wenn Ihr Pech habt, steht Ihr ewig im Stau und zahlt noch drauf.  Da mir meine Englischkenntnisse in anderen Ländern der Welt immer weitergeholfen haben,  entschied ich mich  für eine Anreise mit der Bahn (RER) und dann mit der Metro.   Besorgt Euch eine Paris RER Map (Metronetzkarte). Achtet beim Download drauf, dass diese nicht zu alt ist!  Meine Karte war 2 Jahre alt und einige  Metrostationen gab es nicht mehr.  Das erschwert ungemein die Orientierung in der Stadt. Wenn Ihr nun noch schaut, dass Euer Hotel nicht zu weit von einer Metrostation weg ist, habt Ihr alles richtig gemacht.  Von meinem Hotel bis zur Metro waren es gerade mal 100m.  Die Kosten für die Anreise vom Flughafen in die Pariser Innenstadt lagen für die RER bei ca. 10€ und die Metro bei 1,37€. Ein so genanntes Carnet kostet 13,70€  (10 Metrotickets) .  Die Pariser Metro ist echt der Knaller. Alle 3-5 Minuten kommt eine neue Bahn. Rennen nach dem Zug ist also sinnlos.

Die Sprache

Ich hatte es schon zu Hause geahnt. Mit Deutsch kommt Ihr in Paris nicht weit!   Hier wird Spanisch und natürlich Englisch gesprochen. Damit hat man überhaupt keine Probleme zu kommunizieren.  In vielen Museen und öffentlichen Einrichtungen sind die Hinweisschilder und Erklärungen nicht in Deutsch verfügbar. Also entweder Französisch lernen oder IPhone raus und die passende App benutzen.   Wenn  die App noch eine Sprachausgabe hat ist alles in Butter. Keine Angst Ihr macht Euch nicht zum Deppen, da in Paris Heerscharen von  Touristen unterwegs sind, die sich mit IPAD und Iphone durch die Stadt navigieren.  Der Anblick ist manchmal schon echt lustig…

Die Kultur

Hier fällt mir nur ein „Wahnsinn“.  Nehm Euch bequeme Schuhe und viel Zeit mit, denn die ganze Stadt ist ein einziges Museum.   Ohne Planung geht nix.   Macht Euch am besten vor Antritt der Reise einen Plan was Ihr sehen wollt.    Reserviert dafür Zeit und Geld. Allein das Anstehen am Eifelturm bis zum Einlass dauert etwa 2 Stunden !!  Aus diesem Grund habe ich mir einen Besuch der Kathedrale Notre-Dame verkniffen.  (Jeden Tag auch bei Regen eine endlose Besucherschlange)

Ausflugsempfehlungen:

  •         Eiffelturm
  •         Nachtfahrt auf der Seine

Mein Tipp: Für 16 Euro eine Tagestour buchen. Ihr könnt an jeder Haltestelle zu- und aussteigen.    Am Abend kann man mit der gleichen Kartenoch einmal von Notre Dame zum Eiffelturm und zurück fahren.  Am Eiffelturm findet mit Anbruch der Dunkelheit ein tolles Beleuchtungsfeuerwerk statt, das ich hier leider nicht zeigen darf, da die Rechte an jeglichen Abbildungen des beleuchteten Eiffelturmes urheberrechtlich geschützt sind. Ich akzeptiere diese Rechte und habe deshalb auf dem Nachtfoto den Turm ausgeblendet  und VERBOTEN drüber geschrieben. Wen das Thema interessiert, der kann mal hier nachlesen.

          Basilika Sacre Coeur incl. Künstlerviertel

          Montparnasse Tower mit  Aussichtsplattform – Paris bei Nacht erleben  u.v.m.

Mein Fazit

Auch Stadturlaub kann Spaß machen, besonders in einer Stadt wie Paris.  Hier wird alles dafür getan, um das Klischee vom romantischen und verträumten  Paris aufrecht zu erhalten.  Trotz fehlender Sprachkenntnisse bin super zurechtgekommen.  Die weitläufige Meinung, dass die Franzosen die Deutschen ignorieren kann ich nicht bestätigen.  Paris ist eine junge dynamische Stadt aber auch eine traditionsbewusste Stadt voller aufgeschlossener und hilfsbereiter Menschen. Ohne Zweifel eben eine Weltstadt.

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